Kulturverein österreichischer Roma
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Vereinsgründung

Der Kulturverein österreichischer Roma wurde am 20. Juni 1991 von Prof. Rudolf Sarközi gegründet, der bis zu seinem Ableben am 12. März 2016 dem Verein als Obmann Vorstand. Die Gründungsversammlung fand im Heurigenlokal Mandahus, im sogenannten "Van Swieten Schlössl" im 19. Bezirk statt. Am 30. September 1991 wurde ebendort der Kulturverein österreichischer Roma im Rahmen eines Festes der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das wichtigste Ziel des Kulturverein österreichischer Roma  war die Anerkennung der Roma als Volksgruppe in Österreich. Zwei Jahre nach der Gründung wurde die zentrale Forderung Wirklichkeit. Mit dem einstimmigen Beschluss im Hauptausschuss des Nationalrates vom 16. Dezember 1993 wurden die österreichischen Roma- und Sintigruppen als "Volksgruppe der Roma" (Roma als Oberbegriff für die verschiedenen in Österreich lebenden autochthonen Untergruppen)anerkannt.

Schwerpunkte der Vereinsarbeit:

  • Wissenschaftliche Arbeit hinsichtlich der Aufarbeitung der Wirtschaft-, Sozial- und Kulturgeschichte der Roma und Sinti und der Dokumentation der Anerkennung als Volksgruppe
  • Stärkung des Volksgruppenbewusstseins
  • Erhalt von Sprache und Kultur
  • Verbesserung der sozialen und politischen Integration der Roma in Österreich
  • Förderung der Kommunikation und Zusammenarbeit von initiativen Organisationen und privaten Personen im Bereich Kultur und Kunst von und für Roma
  • Errichten und  Erhalten von Gedenkstätten sowie Durchführung von Gedenkveranstaltungen im Gedenken an die NS-Opfer der Roma-Volksgruppe
  • Organisation von kulturellen Veranstaltungen und kooperationen mit Kulturinitiativen und Vereinen
  • Sammeln von einschlägigen Informationsmaterial

Konstituierende Sitzung am 20. Juni 1991.
v.l.: Ingrid Sarközi, Rudolf Sarközi, RA Dr. Vera Scheiber

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