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„Hasskriminalität“ - Begriffe, Delikte und richtiges Verhalten im Anlassfall

Alfred Schön, Christina Gabriel.

Alfred Schön, Christina Gabriel.

Vortrag im Roma-Doku

Hass ist ein allgegenwärtiger Begriff. Mit von Hass geleiteten Aussagen in den Sozialen Medien des Internets, aber auch im öffentlichen Raum sind nicht nur Angehörige von Minderheiten immer häufiger damit konfrontiert. Neben verbalen Attacken werden allerdings oft auch andere strafbare Handlungen gesetzt, die ihren Ursprung ebenfalls im Hass auf bestimmte Personen oder Personengruppen haben.

Gruppeninspektor Mag. Alfred Schön und Bezirksinspektorin Christina Gabriel vom vom Referat Minderheitenkontakte der Landespolizeidirektion Wien, erläuterten im Rahmen ihres Vortrages am 12. Juni 2019, in den Räumlichkeiten des Roma-Doku, die Motive von Hasskriminalität und Hassreden. Mag. Schön erklärte dass der Ausdruck aus dem US-amerikanischen Fachdebattenbereich kommt und die Straftat meist aus einem Vorurteilsmotiv und nicht aus Hass geschieht: „Eigentlich sollte es Vorurteilskriminalität heißen, jedoch hatte sich der Begriff Hate Crime allgemein durchgesetzt.“

Christina Gabriel legte dar, welche mögliche Motive zu Straftaten führen können. Darunter zählen etwa Taten die wegen des Nervenkitzels oder der Spannung verübt werden, sogenannte „Thrill Hate Crimes“. Die Vortragenden betonten, dass oft im Einzelfall es schwierig sein kann, eine Straftat eindeutig als Hate Crime einzustufen, denn die subjektiven Motive hinter einer Straftat sind schwer nachzuweisen. Nach dem Vortrag standen die beiden Exekutivbeamten dem Publikum für Fragen zur Verfügung, wobei das Thema Internet und Social Media im Mittelpunkt der Diskussion stand.

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